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Venezuela: Politisches Porträt

11.03.2022 - Artikel

Der Chavismus hatte seit 1999 eine Umverteilung der Vermögensverhältnisse in der sozial stark gespaltenen Gesellschaft angestrebt, unter anderen mit kostspieligen Sozialprogrammen, finanziert von der staatlichen Ölgesellschaft PdVSA. Gleichzeitig wurden Re-Investitionen in die Ölförderung vernachlässigt, wodurch die Ölproduktion von 2015 bis 2019 um mehr als zwei Drittel sank.

Die Wirtschaft schrumpfte bis 2021 um mehr als 75%. Die Dollarisierung ab 2019 hat zwar für volle Regale im Einzelhandel gesorgt, die Kaufkraft ist jedoch um 40% gesunken. 95% der Bevölkerung gilt heute als arm; ein Drittel leidet an Unterernährung oder Hunger. Seit 2014 haben über 6 Millionen Menschen aus Venezuela ihr Land verlassen (Stand: 02/2022).

Schon Chávez schaffte die Gewaltenteilung schrittweise ab. Unter seinem Nachfolger Maduro wurde das Regierungshandeln immer autoritärer. Mehrere Institutionen der Vereinten Nationen stellten 2020 und 2021 Anhaltspunkte für Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch das Maduro-Regime fest. Der Internationale Strafgerichtshof hat im November 2021 entsprechende Ermittlungen eingeleitet.

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Tafelberg Roraima im Naturschutzgebiet La Gran Sabana in Venezuela © picture alliance/blickwinkel
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